Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Montag, 5. Dezember 2016

Furcht lähmt!

“Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit” (2.Timotheus 1,7).

“Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe” (1.Johannes 4,18)

Diese Verse sind bekannt, aber die Praxis zeigt, dass wir uns trotzdem fürchten. Doch Gott möchte nicht, dass wir uns  fürchten (ausgenommen die Gottesfurcht, was etwas anderes ist).

Warum ist Furcht für unser Glaubensleben so schädlich?

  • Furcht lähmt mein Denken und Handeln –> siehe Jakob in 1. Mose 32.
  • Furcht hindert mich, (die vor Gott richtigen) Entschlüsse zu fassen –> siehe David in 2.Samuel 6,9-11
  • Furcht nimmt mir die Fähigkeit, Gottes Willen zu erfüllen –> siehe Gideon in Richter 6,14ff
  • Furcht beeinflusst meine Beziehung zum Herrn und zu anderen negativ –> siehe die Jünger in Lukas 9,45 und Apostelgeschichte 9,26
  • Furcht verursacht Panik oder Zweifel –> siehe das Volk Israel in 2.Mose 14,10-14

Furcht hat einen erschreckenden Einfluss auf unser Glaubensleben. Können wir irgendwie verhindern, dass Furcht in uns aufsteigt? Hier ein paar Hinweise:

  1. Schaue auf den Herrn, und nicht auf die Umstände, denn “der Herr hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein Reich herrscht über alles” (Ps 103,19).
  2. Stelle dich deiner Furcht: Woher kommen deine Zweifel? Hat der Herr dich in der Vergangenheit jemals im Stich gelassen? Hat der Herr nicht verheißen, alle unsere Bedürfnisse zu erfüllen (Philipper 4,19)? Hat der Herr dir nicht den Heiligen Geist gegeben, der dich zu allem befähigt? Hat der Herr nicht verheißen, allzeit bei dir zu sein? Gibt es irgendetwas, was für den Herrn zu schwer wäre?
  3. Nähre dich mit Gottes Wort! Lies mal aus Psalm 119 die Verse 97-104.
  4. Gib in schwierigen Zeiten nicht auf, sondern gehe voran in dem Wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken (Römer 8,28). Lies einmal in 2.Korinther 4,7-11 und 11,24-29, wie es Paulus erging. Er wusste: “Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Überschwenglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns.”
  5. Sei Gott gehorsam und überlasse Ihm alle Konsequenzen!
Bernhard Brockhaus

Freitag, 2. Dezember 2016

Zu spät

Es ist immer zu spät. Die Zeit ist immer zu knapp. Wie oft haben wir das schon in unserem Leben festgestellt?

Zu spät – der erste Frost hat die Blumen sterben lassen, die wir doch eigentlich gestern hatten ins Haus holen wollen.
Zu spät – den versprochenen Besuch hast Du nicht gemacht, nun geht es nicht mehr, die Person ist gestorben.
Zu spät – Dein Kind ist groß geworden und hat das Haus verlassen, bevor Du Zeit mit ihm verbracht hast.
Zu spät – für die Bitte um Verzeihung, die wir vielleicht zögernd verdrängt haben. Nun ist die Beziehung zerstört…

Hätt’ ich doch ! Könnt’ ich doch noch! Vorbei.

Wenn uns das in diesem Leben hier schon so zu schaffen macht – wie viel wichtiger ist, dass es nicht einmal im Hinblick auf die Ewigkeit zu spät ist. Dann ist es für immer zu spät – mit ewigen Auswirkungen. Wer nicht in diesem Leben Jesus Christus als seinen Retter annimmt, wird in Ewigkeit sagen “hätt ich doch” und “könnt ich doch noch”!

“Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!”
(Hebräerbrief, Kap. 3 Vers 15)

 

Henning Brockhaus

Montag, 28. November 2016

Die Enttäuschungen des Lebens

“Die Enttäuschungen des Lebens sind in Wirklichkeit nur die Verordnungen der Liebe. Ich habe heute eine Botschaft für dich, mein Kind. Ich flüstere sie sanft in dein Ohr, damit die Sturmwolken, die erscheinen, mit Herrlichkeit vergoldet werden, und damit die Dornen, auf denen du gehen musst, abgestumpft werden. Die Botschaft ist kurz – nur ein kleiner Satz – aber lass sie in die Tiefen deines Herzens sinken und dir als ein Kissen dienen, auf dem dein müdes Haupt ruhen kann: “Von mir aus ist diese Sache geschehen…” (1.Könige 12,24)”

(gefunden in der Bibel von J.N.Darby)

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 27. November 2016

Die letzten Worte des Herrn Jesus

In der Bibel wird uns von sieben kurzen Aussprüchen des Herrn Jesus berichtet, die er aussprach, als er bereits am Kreuz hing. Drei dieser Aussprüche richteten sich direkt an Seinen Gott (und Vater). Vier Aussprüche richteten sich an Menschen, die sich in der Nähe des Kreuzes aufhielten:

  1. “Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst Du mit mir im Paradies sein.” Lukas 23 Vers 43
  2. “Frau, siehe, dein Sohn! … Siehe, deine Mutter!” Johannes 19 Vers 27
  3. “Mich dürstet!” Johannes 19 Vers 28
  4. “Es ist vollbracht!” Johannes 19 Vers 30

Diese Aussprüche haben sicherlich Eindruck auf die Menschen gemacht, die es anging oder die es nur hörten. Der Herr Jesus hat sich sogar in dieser Situation, in der Er in den größten Leiden war, um diese Menschen gekümmert.

Im Hebräerbrief lesen wir davon, dass der Herr Jesus Mitleid mit uns hat, weil er in Seinem Leben in ähnlichen Situationen war, wie wir hier (Hebräer 4 Vers 15). Wenn wir die Aussprüche des Herrn Jesus vor diesem Hintergrund sehen, ist das sehr tröstlich für uns:

Die erste Aussage galt einem Mann, der sich seiner ganzen Sündenschuld bewusst war – welche Worte der Gnade hatte der Herr Jesus für ihn!  Sollte der Herr Jesus einem Menschen, der heute unter seiner Sündenschuld zusammenbricht, nicht genau so gnädig begegnen?

Die zweite Aussage galt Seiner Mutter, die großen Kummer hatte –  der Herr Jesus kümmerte sich in beeindruckender Weise um sie. Sollte sich der Herr Jesus nicht auch heute um jede leidgeprüfte Mutter kümmern?

Die dritte Aussage hörten die hartgesottenen Soldaten, die am Kreuz standen – ob nicht auch der eine oder andere in seinem Herzen getroffen wurde? Es gibt leider auch heute Menschen, die Jesus Christus absolut ablehnen. Sollte es dem Herrn Jesus nicht auch heute noch möglich sein, ein solches Herz zu erreichen?

Die vierte Aussage hörten die Menschen, die das Kreuz umstanden – was mögen sie bei dieser Aussage gedacht haben? Sollte das, was der Herr Jesus dort am Kreuz ganz bis zu Ende gebracht hat, nicht auch heute noch Menschen zum Nachdenken und zur Zuflucht zu dem Heiland bringen?

Klaus Brinkmann

Mittwoch, 23. November 2016

Der Wert der Ehe

Der Wert der Ehe liegt darin, dass Gott sie gestiftet hat. Die Ehe wurde nicht nur von Gott erfunden, sie gehört ihm auch. Er hat einen einzigartigen Anspruch auf ihr Urheberrecht, Ihre Idee und ihre Zielsetzung. Sie existiert faktisch sogar mehr für ihn als für die Ehepaare selbst. Gott ist die wichtigste Person in einer Ehe! Die Ehe ist Ehrfurcht gebietend, weil Gott sie entworfen hat, um dadurch seine Herrlichkeit zu zeigen.

Die Ehe sollte ein wunderschönes, irdisches Bild von der Beziehung darstellen, die eines Tages zwischen Christus und seiner Versammlung sichtbar würde. Das war den Menschen über viele Generationen unbekannt. Paulus hat dieses Geheimnis gelüftet. Als Paulus den Ephesern von der Ehe erzählen wollte (Eph 5), hat er nicht nur nach einem passenden Vergleich gesucht und plötzlich gedacht, dass Christus und die Versammlung eine gute Lehre und Illustration sein könnte. Nein, es war viel fundamentaler als das: Paulus erkannte, dass Gott, als Er ursprünglich die Ehe entwarf, bereits Christus und die Versammlung im Sinn hatte. Dies ist eine der großartigen Begründungen Gottes für die Ehe: Sie soll die innige Beziehung zwischen Christus und seinem erlösten Volk darstellen.

Bernhard Brockhaus

Montag, 21. November 2016

Fehler im Kontaktformular

Liebe Leser,

wir haben einen Fehler in unserem Kontaktformular entdeckt, der verhinderte, dass Eure Zuschriften uns erreichten. Dieser Fehler ist nun behoben.

Wer uns in letzter Zeit eine Nachricht senden wollte, möge dies nun bitte wiederholen.

Wir entschuldigen uns sehr für diesen Fehler!

Euer Team von Bibel-Blog.de

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 20. November 2016

Eigene Schwäche

Zwei Aussagen von Männern, die große Aufgaben meistern mussten (Salomo in 1. Könige) oder in großer Not waren (Josaphat in 2. Chroniker):

“Und nun, HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David statt, und ich bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- und einzugehen.” 1. Könige 3 Vers 7

Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.” 2. Chroniker 20 Vers 12

Gottes Antwort, wenn wir uns schwach fühlen und uns unserer eigenen Unfähigkeit bewusst sind:

“Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.” 2. Korinther 12 Vers 9

Fazit:

“Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.” 2. Korinther 12 Vers 10

Klaus Brinkmann

Freitag, 18. November 2016

Wohnen im Haus des Herrn

“Eins habe ich von dem Herrn erbeten, danach will ich trachten: zu wohnen im Haus des Herrn alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit des Herrn und [nach] ihm zu forschen in seinem Tempel.” 

Wohnst Du dort? Wo man wohnt, schläft, isst, betet, liest man. Und alles vor Ihm und mit Ihm! Fühlst Du Dich dort zu Hause? 

Er lässt Dich bei Ihm wohnen, Du hast den Schlüssel zum Haus, kennst jedes Zimmer. Dort steht Dein Sessel, wo Du Ruhe findest für Deine Seele. Dort steht Dein Kleiderschrank, mit den “Kleidern des Heils”, “denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan”. 

Und sein Haus hat einen Garten: “Mein Geliebter ist in seinen Garten hinabgegangen, zu den Würzkrautbeeten, um in den Gärten zu weiden und Lilien zu pflücken.Ich bin meines Geliebten; und mein Geliebter ist mein, der unter den Lilien weidet.”

Wohne (bleibe) bei Ihm, Geliebter des Herrn!

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 13. November 2016

Guten Appetit

Man ist, was man isst.

Bei Timotheus sah das so aus:

So wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, aufgezogen (genährt) durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der du genau gefolgt bist.” 1. Timotheus 4 Vers 6

Auch Jeremia hatte verstanden, was gute Nahrung für ihn war:

“Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens.” Jeremia 15 Vers 16

Bei Hesekiel wird es noch deutlicher:

“Und er sprach zu mir: Menschensohn, iss was du findest; iss diese Rolle, und geh hin, rede zu dem Haus Israel. Und ich öffnete meinen Mund, und er gab mir diese Rolle zu essen. Und er sprach zu mir: Menschensohn, speise deinen Bauch und fülle deinen Leib mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Und ich aß sie, und sie war in meinem Mund süß wie Honig.” Hesekiel 3 Verse 1 bis 3

Ein guter Diener Jesu Christi, ein freudiger Christ oder ein Genießer an Gottes Wort – was bist Du durch das, was Du isst?

Klaus Brinkmann

Freitag, 11. November 2016

Reicht ein gutes Leben?

Und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein sein ein von einer Frau Geborener? Siehe, sogar der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein in seinen Augen: wieviel weniger der Mensch! (Hiob 25,4-6)

Sie hatte ein gutes Leben geführt. Für ihre Kinder hatte sie treu gesorgt; und der Kontakt mit ihnen war herzlich. Sie hatte sich auch ihr Leben lang bemüht, Gutes zu tun. Ganz ruhig machte das die Frau zwar nicht, aber sie hoffte, dass sie genug „auf die Waagschale“ gelegt hatte, um von Gott angenommen zu werden.

Nun kam ihre letzte Krankheit. Sie hatte das Evangelium von Jesus viele Male gehört, und plötzlich stand die Frage brennend vor ihr, ob ihre guten Werke wohl ausreichen würden, wenn sie in die Ewigkeit ging. Eine gläubige Christin bemerkte ihre Unruhe und fragte nach. „Ich weiß nicht, ob ich vor Gott bestehen kann!“, sagte die Frau.

Ihr war mit einem Mal bewusst geworden, dass ihr etwas Entscheidendes fehlte, wenn sie vor Gott hintreten musste. Deshalb bekannte sie Gott ihre Sünden und nahm den Herrn Jesus und sein Erlösungswerk im Glauben an. Da wurde sie sich der Vergebung gewiss, sie wurde ruhig. Drei Tage später entschlief sie. Sie starb nicht in Unruhe und Zweifeln, sondern in Frieden und Gewissheit. Sie war errettet durch den Glauben an den Heiland-Gott, und zwar „nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit“ (Titus 3,5).

Das muss jeder lernen: Gute Werke können unsere Sünden nicht ungeschehen machen. Mit Gott ins Reine kommen wir nur durch den Glauben an Christus und seine Erlösung. Die Frau hatte die letzte Möglichkeit dazu genutzt. – Die einzig sichere Gelegenheit für jeden von uns ist: Jetzt!

aus: Die Gute Saat

Henning Brockhaus