Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

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Freitag, 15. Dezember 2017

Alles Du und gar nichts ich

Ach, dass eine Zeit gewesen,

da ich lebte nur für mich!

ich vernahm Dein sanftes Werben,

doch mein trotzig Herz erklärte:

gar nichts Du und alles ich.

 

Doch Du fandst mich und ich schaute

blutend an dem Kreuze Dich,

sah Dein wunderbares Lieben,

und im Herzen klang es leise:

etwas Du und etwas ich.

 

Aber Deines Geistes Walten

zog mich näher hin zu sich.

Ich ward kleiner, Du wardst größer,

und ich sprach mit Lieb und Sehnen:

mehr, Herr, Du und wen’ger ich.

 

Himmelhoch die Berge ragen,

endlos dehnt das Weltmeer sich;

aber Deine Lieb ist größer,

und sie hat mich überwältigt.

Alles Du und gar nichts ich.

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 10. Dezember 2017

Wintereinbruch

“Denn zum Schnee spricht er: Falle zur Erde! Und zum Regenguss und den Güssen seines gewaltigen Regens.” Hiob 37 Vers 6

In NRW war das Wetter heute sehr winterlich mit viel Schneefall.

Für die Kinder ist das eine Freude: Schlitten fahren, Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen.

Für die Autofahrer ist das eine Herausforderung: Glatte Fahrbahn, schlechte Sicht, querstehende Fahrzeuge.

Ob wir uns darüber freuen oder lieber darauf verzichten würden: Wir wollen immer daran denken, dass auch das Wetter von Gott bestimmt wird. Sogar der Schnee muss IHM “gehorchen”.

Klaus Brinkmann

Montag, 27. November 2017

Ein einfältiges Auge

“Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!” (Matthäus 6,22.23)

Unser Herz kann in Teilbereichen unseres Lebens böse und unser Leib finster sein, und zwar dann, wenn unserer Herzen nach etwas anderem Ausschau halten als nach Christus. Dann verlieren wir göttliches Licht und damit verbunden auch Glück, und stattdessen macht sich Unruhe, Unzufriedenheit und Unsicherheit über den Willen Gottes breit. Wir können den Willen Gottes nicht erkennen und haben keine Klarheit über unseren Weg, wenn unser Auge nicht einfältig ist, einfältig gerichtet auf Christus, dem wahrhaftigen Licht. Manches Mal kann Gott uns Seinen Willen nicht zeigen, weil wir in einem Teilbereich eben nicht auf Christus sehen (Kol 3,1.2), etwas anderes suchen als die Verherrlichung Gottes (1.Kor 10,31) oder nicht alles im Namen des Herrn Jesus tun  (Kol 3,17).

Die Erkenntnis des Willens Gottes hängt also von unserem Herzenszustand und unseren Zuneigungen für Christus ab. Wenn unser Auge einfältig ist, wird unser Leib licht sein und der Weg deutlich.

Gott hat uns mit Seinem Wort kein Rezeptbuch gegeben, denn dann könnten wir einfach danach handeln, unabhängig von unserem Herzenszustand und unseren Zuneigungen. Wenn unser Auge nicht einfältig ist, können wir beten und Gottes Wort studieren, ohne dass wir dabei den Willen Gottes erfahren. Wenn wir keine Antwort auf unser Fragen bekommen, sollten wir die Ursache in unserem Herzenszustand suchen. Am Licht Gottes liegt es nie, sondern nur an dem Auge unseres Herzens, der Lampe des Leibes. Und wenn dieses durch Sünde oder Beschäftigung mit anderen Dingen als mit Christus getrübt ist, sehen wir nicht wohin wir laufen sollen und ob wir da überhaupt richtig sind, wo wir uns befinden.

Bernhard Brockhaus

Freitag, 17. November 2017

Gilt immer noch!

“Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten was verloren ist.” 

Lukas-Evangelium, Kapitel 19 Vers 10

Diese Aussage des Herrn Jesus gilt immer noch. Damals suchte Er die Menschen, die sich von Ihm retten lassen wollten, doch auch heute sucht Er noch. Nicht mehr anwesend auf dieser Erde, aber durch sein Wort und seinen Geist.

Hast Du Dich schon finden lassen – zur ewigen Errettung?

Verloren ist jeder Mensch von Natur aus. Er muss dazu gar nichts beitragen, denn er ist ein Sünder vor Gott und damit kann er nicht vor Gott bestehen. Gott muss ihn eines Tages richten. Und dann: verloren! Wie schlimm dieser Zustand ist, zeigt sich nach dem Tod und dann bis in Ewigkeit.

Daher nimm die Einladung zur Errettung an – sie gilt immer noch!

Henning Brockhaus

Mittwoch, 15. November 2017

Was wäre, wenn…

Jesus ist viel durch Israel gezogen. Immer wieder lesen wir, dass Er in eine Stadt einzog oder in ein Dorf kam. Einmal zog Er mitten durch Samaria und Galiläa und kam “in ein gewisses Dorf”, um dort 10 aussätzigen Männern zu heilen, wissend, dass nur einer dankbar zu Ihm zurück kommen würde . Was wäre, wenn Er heute hier auf der Erde wäre und in dein Dorf käme?

Würdest du dich freuen, alles stehen und liegen lassen und zu Ihm kommen?

Würdest/könntest du Ihn umarmen und Ihm deine Liebe zeigen?

Würdest du alleine hingehen, oder deine Familie, deine Bekannten, deinen Arbeitskollegen, deinen Nachbarn einladen, mitzukommen?

Oder würdest du Distanz halten, dich schämen? Wäre Seine Nähe dir unangenehm?

Oder würdest du Ihn oder die Menschen, die zu Ihm gehen, sogar verachten, belächeln und verspotten?

Überlege mal? Die ehrlichen Antworten, die du auf diese Fragen gibst, offenbaren dir selbst deine Einstellung und dein Verhältnis zu Ihm.

Damals kam Er in Dörfer, um Menschen Seine Liebe zu zeigen, sie zu heilen und zu segnen. Dasselbe tut Er heute – nicht leibhaftig, aber im Geist.

Er kommt zu dir, in dein Dorf – geh dorthin, wo Er predigt und Gemeinschaft mit dir sucht.

Er kommt in dein Haus, in deine Familie, um zu heilen, zu retten, zu segnen – öffne die Tür und lass Ihn hinein.

Lade Ihn ein, heiße Ihn willkommen, bring deine Kinder zu Ihm, erzähl Ihm von deiner Not, lass Ihn daran teilhaben.

Lass zu, dass Seine Liebe und Sein Frieden dein Herz erfüllt.

Lehne Ihn nicht ab!

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 12. November 2017

Entscheidungen

Entscheidungen, die wir treffen, können:

-positive oder negative Auswirkungen haben

-persönliche oder gemeinschaftliche Konsequenzen haben

-nach Gottes Gedanken oder gegen Gottes Gedanken sein.

Das erste Kapitel des Buches Ruth ist ein Kapitel der Entscheidungen. Dabei haben die verschiedenen Entscheidungen die oben genannten Konsequenzen.

Elimelech entschied für seine Familie, nach Moab umzuziehen. Diese Entscheidung hatte negative Auswirkungen (er starb), es hatte Konsequenzen für die ganze Familie und es war gegen Gottes Gedanken (Gott hatte Segen in Kanaan versprochen).

Die beiden Söhne entschieden sich für moabitische Frauen, was klar gegen Gottes Anordnungen war.

Noomi entschied sich, zurück nach Kanaan zu gehen, was großen Segen für sie zur Folge hatte.

Ruth entschied sich, mit Noomi zu gehen und entschied sich damit für Noomis Volk und Gott. Eine Entscheidung, die Gott mit dem Überströmen seiner unendlichen Gnade beantwortet.

 

Klaus Brinkmann

Sonntag, 5. November 2017

Alles gegeben

Der Herr Jesus hat für uns ALLES gegeben:

Denn ihr kennt die Gnade des Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit wir durch seine Armut reich würden.” 2. Korinther 8 Vers 9

“Christus Jesus, der sich selbst zu nichts machte.” Philipper 2 Vers 7

Deshalb kann er auch von uns erwarten, dass wir etwas für ihn geben.

Dazu zwei Beispiele aus der Bibel:

“Denn dieses Salböl hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft werden können…Sie hat getan, was sie vermochte.” Markus 14 Vers 8

“Und Jesus setzte sich dem Schatzkasten gegenüber und sah, wie die Volksmenge Geld in den Schatzkasten legte; und viele Reiche legten viel ein. Und eine arme Witwe kam und legte 2 Scherflein ein, das ist 1 Pfennig. Und er rief seine Jünger herzu und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle, die in den Schatzkasten eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrem Mangel, alles, was sie hatte, eingelegt, ihren ganzen Lebensunterhalt.” Markus 12 Verse 41 bis 44

Dabei ist es nicht wichtig, wieviel wir (was die Summe angeht) geben (im ersten Fall ein ganzes Jahreseinkommen – im zweiten Fall 0,5 Cent). Es kommt darauf an, ob wir bereits sind das zu geben, was wir im Stande sind zu geben.

Klaus Brinkmann

Freitag, 3. November 2017

Drei Opfer

Die Israeliten hatten mehrere Arten von Opfern, die sie teils bringen musste und teils freiwillig geben konnten. Als Gläubige haben wir die Möglichkeit, stets freiwillig geistliche Schlachtopfer zu bringen. Gott, der Vater, sucht Anbeter, die Ihn in Geist und Wahrheit anbeten. Er sucht die Frucht an dem Weinstock, an der Rebe.

Gottes Wort stellt uns drei verschiedene Arten oder Aspekte des Opferns eines Christen vor.

  • Römer 12,1.2: “Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer, was euer vernünftiger Dienst ist.” Wir können unsere körperliche Kraft einsetzen im Dienst für Gott und durch ein heiliges Leben in unserem Körper Gott ehren.
  • Hebräer 13,15: “Durch ihn nun lasst uns Gott stets ein Opfer [des] Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.” Der Vater sucht Anbeter – und zwar nicht nur sonntags, sondern täglich und persönlich.
  • Hebräer 13,16: “Das Wohltun aber und Mitteilen vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen.” Materielles Wohltun ist ein Opfer, dass der Schreiber in direkten Zusammenhang mit dem Opfer des Lobes stellt – zeigt das nicht, wie wertvoll Gott auch ein materielles Opfer ist?

Opfern bedeutet, selbst zu verzichten und sein Leben dem Herrn zu widmen – in jedem Bereich.

“Dir zur Verfügung, von Selbstsucht befreit,
das ist ein Leben in Gottseligkeit.
Das schafft ein sieghaft und friedvoll Geh’n,
Jesu, Dir ganz zur Verfügung zu stehn!”

Bernhard Brockhaus

Freitag, 27. Oktober 2017

Die Sünden sind vergeben

Wir befinden uns solange nicht auf dem wahren christlichen Boden, wie wir nicht Gottes Mitteilung akzeptieren, dass unsere Sünden in Christus vergeben sind. „Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.” (1. Johannesbrief, Kapitel 2 Vers 12).

Mit dem Ausdruck „Kinder“ umschließt der Apostel Johannes die ganze Familie Gottes. Wie klar und einfach ist doch der Inhalt dieses Verses! Es ist für den Anfang nichts nötiger, um voll gesegnet zu werden, als diese persönliche Erkenntnis. Für den Christen gilt es, mit dieser tröstlichen Gewissheit den Tag zu beginnen, den Tag über darin zu leben und mit ihr den Tag zu beschließen. Denn es ist eine unumstößliche Tatsache, dass unsere Sünden vergeben sind um Seines Namens willen.

Es gibt keinerlei Grund für die erbärmliche Furcht, irgendetwas könnte noch dunkel oder ungewiss geblieben sein. Die gute Botschaft, die wir in unserem verlorenen Zustand hörten, bezeugt klar und deutlich, dass Gott uns aufgrund unseres Glaubens die Sünden vergeben hat. Es wäre daher eine Herabsetzung des Evangeliums, sowie eine große Verunehrung des Herrn Jesus, daran zu zweifeln. Solch ein Denken setzt offensichtlich die klaren Worte Gottes außer Kraft. Kann man es noch deutlicher sagen, als es in dem genannten Vers steht? Ist diese Grundlage nicht unveränderlich?

William Kelly

Henning Brockhaus

Montag, 23. Oktober 2017

Gesetz und Gnade

“Laufen und Arbeiten befiehlt uns das Gesetz, aber es gibt uns weder Füße noch Hände. Das Evangelium bringt bessere Neuheiten: Es bietet uns an zu fliegen und gibt uns Flügel.”

(John Bunyan)

Gnade rettet uns, Gnade reinigt uns von der Sünde und Gnade macht uns fähig, letztlich im Haus des Vaters in der Gegenwart des Herrn sein zu können. Der Wert dieser Wahrheit ist, dass Gnade das vollbringt, was das Gesetz nicht kann. Mit anderen Worten: Wenn ich in einer Sünde gefangen bin, kann ich nicht durch das Befolgen des Gesetzes entkommen. Das Gesetz verurteilt mein Verhalten als Sünde, aber es gibt mir keine Kraft um die Sünde zu stoppen (auch eigens aufgestellte Regeln nicht). Die Gnade Gottes aber befreit uns tatsächlich von den Fallen des Teufels, kauft uns von der Sklaverei des Satans und der Sünde los und bringt uns in den Bereich der Freiheit des Christen und der Gemeinschaft mit Gott, unserem Vater, und seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.

Bernhard Brockhaus