Ein Glaubensimpuls für jeden Tag Bibel-Blog
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Sonntag, 15. Oktober 2017

Drei Gärten

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, wirst du gewisslich sterben.” 1. Mose 2 Verse 15 bis 17

“Als Jesus dieses gesagt hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron, wo ein Garten war, in den er hineinging, er und seine Jünger.” Johannes 18 Vers 1

“Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten, und in dem Garten eine neue Gruft, in die noch nie jemand gelegt worden war. Dorthin nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war, legten sie Jesus.” Johannes 19 Verse 41 und 42

Drei Gärten, die große Bedeutungen haben.

Im ersten Garten (EDEN) ereignete sich die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte: Das erste Menschenpaar sündigte, und damit war die Sünde in der Welt und ist zu JEDEM Menschen durchgedrungen.

Im zweiten Garten (GETHSEMANE siehe Matthäus 26 Vers 36) wurde Jesus Christus gefangengenommen, um dann verurteilt und gekreuzigt zu werden. Am Kreuz hat der Heiland die Strafe der Sünden der Menschen, die einmal an ihn glauben würden, auf sich genommen.

Im dritten Garten wurde Jesus Christus bestattet. Aber dort ist er auch auferstanden. Und damit ist ein für allemal klar: Gott hat das Werk des Heilands am Kreuz angenommen.

So wurde aus der größten Katastrophe der größte Triumph, den es jemals gab: Jesus Christus hat die Frage der Sünde (die durch den Menschen in die Welt gekommen ist) geklärt, so dass Gott jetzt in der Lage ist zu sagen: “Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.” Jeremia 31 Vers 34

Klaus Brinkmann

Montag, 2. Oktober 2017

Der Blick zu Christus in der Herrlichkeit

“Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Trübsal bewirkt uns ein über jedes Maß hinausgehendes, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig” (2. Korinther 4,17-18). 

Diesen Blick brauchen wir heute, jetzt, heute Morgen! Wenn wir das, was ewig ist, anschauen und in die Waagschale werfen, wird die Trübsal leicht und klein, weil das, was wir sehen, so groß und herrlich ist.
Christus in der Herrlichkeit anzuschauen zieht uns nach oben, verändert unsere Perspektive und verwandelt uns in von Christus und seiner Herrlichkeit erfüllte Menschen. 

„Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit [des] Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch [den] Herrn, [den] Geist“ (2. Korinther 3,18).

Gott hat in unsere Herzen geleuchtet „zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi“. Und wir folgen jetzt einem gestorbenen, auferstandenen und verherrlichten Christus, „sitzend zur Rechten Gottes“, und „unser Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kol 3,1.3). 

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 1. Oktober 2017

Zu niedrig – zu hoch

“Da nahm Maria ein Pfund Salbe von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. … Warum ist diese Salbe nicht für 300 Denare verkauft und den Armen gegeben worden?” Johannes 12 Verse 3 und 5

Die 300 Denare entsprachen damals ungefähr einem Jahresgehalt. Indem Maria den Herrn Jesus salbte, brachte sie Ihm große Wertschätzung entgegen.

Ein Jahresgehalt:

Wir meinen vielleicht, dass unser Jahresgehalt sehr niedrig ist.

Wenn wir aber einen Betrag in Höhe unseres Jahresgehaltes dem Herrn Jesus zur Verfügung stellen sollen, erscheint uns dieser Betrag sehr hoch.

Je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten, kann ein und derselbe Betrag hoch oder niedrig sein.

Maria jedenfalls waren die 300 Denare nicht zu hoch.

 

Klaus Brinkmann

Donnerstag, 28. September 2017

Gehorsam – die erste Frucht, der erste Prüfstein, der beständige Schutz

Gehorsam ist das erste Erkennungszeichen des neuen Lebens in dem Menschen.

Der erste gehorsame Akt der Seele ist, Gottes Wort im Glauben anzunehmen. Das ist der Glaubensgehorsam, von dem im Römerbrief gesprochen wird. Der bislang gottlose Mensch erkennt das Zeugnis des Evangeliums an, beugt sich unter das Wort Gottes, glaubt die Wahrheit über die Person und das Werk Christi und wird dadurch gerechtfertigt.

Dann zeigt sich der Gehorsam zuerst in der einfachsten, ureigensten und notwendigsten Form, nämlich in der Unterwerfung unter die Gebote Gottes. Der Besitz des neuen Lebens ist die Voraussetzung für den Gehorsam (genau anders herum als unter Gesetz, wo Leben unter der Bedingung verheißen wurde, dass der Mensch gehorsam war).

Mancher Gläubige kommt nach seiner Bekehrung Zweifel im Hinblick auf sein Verhältnis zu Gott. Dann ist der Gehorsam auch der erste wichtige Prüfstein: Besitze ich den Geist des Gehorsams? Habe ich eine echte Bereitschaft zum Gehorsam? Dieser ist von Anfang an der wahre Ausdruck eines Herzens, das durch den Glauben gereinigt ist. Das Leben und auch das Licht offenbaren sich im Gehorsam. “Und hieran wissen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten” (1.Joh 2.3).

Gehorsam macht und erhält uns demütig, aber gleichzeitig standhaft im Glauben. Er erfordert Abhängigkeit von Gott und bewahrt uns vor Eigenwillen und dem falschen Einfluss anderer. Um dem Gehorsam wahren Wert zu verleihen und uns vor Selbsttäuschung zu schützen, brauchen wir die persönliche Gemeinschaft mit Gott.

Bernhard Brockhaus

Sonntag, 24. September 2017

Niedrigzinsphase

Wer heute Geld anlegen möchte, bekommt fast keine Zinsen mehr. Um eine höhere Rendite zu erzielen, muss der Anleger höhere Risiken eingehen. Trotzdem ist die Rendite spärlich.

Es gibt eine “Rendite”, die beispiellos ist: Man investiert eine Einheit und erhält 100 Einheiten. Das ist eine Rendite von 10.000%.

Und jeder, der verlassen hat Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, wird hundertfach empfangen und ewiges Leben erben.” Matthäus 19 Vers 29

Das “Risiko”, das wir dafür eingehen müssen, kann man ganz einfach umschreiben: Setze den Herrn Jesus an die erste Stelle in deinem Leben. Es geht in dem Vers keineswegs darum, familiäre Beziehungen aufzugeben (und schon überhaupt nicht, eine Ehe zu beenden), sondern in allen Beziehungen dem Herrn Jesus den ersten Platz zu geben.

Zwei Beispiele sollen verdeutlichen, wie das praktisch geht:

Bei unserer Arbeit sollen wir fleißig sein. Vielleicht bedeutet das auch einmal, etwas mehr zu tun, als gerade unbedingt nötig. Aber wenn uns die Arbeit so in Beschlag nimmt, dass keine Zeit mehr bleibt, z.B. die Gemeindestunden zu besuchen, dann ist es zuviel. Dann ist uns die Arbeit wichtiger als der Herr Jesus. Wenn wir dann etwas kürzer treten (vielleicht auch auf die Gefahr hin, ein paar Euro weniger im Portemonnaie zu haben), wird der Herr Jesus das belohnen.

Eine Mutter und Hausfrau ist für ihre Kinder da und tut alles für sie. Wenn die Aufgabe sie aber so ausfüllt, weil alles immer absolut perfekt sein muss und keine Zeit für das persönliche Lesen der Bibel und das Beten bleibt, dann läuft etwas schief. Vielleicht ist das Haus dann nicht immer “wie aus dem Ei gepellt”, aber der geistliche Gewinn ist enorm.

Gott lässt sich nichts schenken – im Gegenteil, er gibt eine exorbitante “Rendite”.

Klaus Brinkmann

Freitag, 22. September 2017

Das Schweigen am Kreuz

Von der Kreuzigung Christi berichten die vier Evangelisten des Neuen Testaments in nur ganz wenigen Worten. Meist ist es nur ein Nebensatz, mit dem der Schreiber die Kreuzigung erwähnt. Was in den drei dunklen Stunden am Kreuz von Golgatha geschah – davon schweigt die Bibel.

Auch von unserem Herrn hören wir nichts bis auf den Schrei am Ende der drei Stunden. Auch Gott im Himmel schweigt, als Er seinen Sohn für fremde Schuld richtet. Wie angemessen daher auch, dass der Heiligen Geistes den Evangelisten hier ein Schweigen “eingab”.

Für den Anbeter ist dieses Schweigen ein beredtes. Wie viel sagt es ihm! Und dies anschauend betet er an – dabei fehlen ihm die Worte.

Henning Brockhaus

Sonntag, 17. September 2017

Stoßgebete

Nehemia war ein Mann des Gebets. In dem Buch Nehemia finden wir 11 Gebete von ihm. Manche Gebete sind nur Stoßgebete zu Gott um Hilfe in gerade dieser Situation.

Da betete ich zu dem Gott des Himmels; und ich sprach zum König…”  Nehemia 2 Vers 4

Nehemia wurde vom König eine Frage gestellt. Bevor er antwortet, betet er (kurz) zu Gott um die richtige Antwort. Und er wurde erhört.

Und nun, stärke meine Hände!” Nehemia 6 Vers 10

Nehemia war sehr unter Druck. Die Feinde setzen ihm hart zu und wollten ihm schaden und damit das Werk zum Erliegen bringen. Da bestand die Gefahr, mutlos und kraftlos zu werden. Doch Gott erhörte diesen Hilfeschrei und gab Mut und Kraft.

“Ja, ich glaub, Gott hört Gebet,
ja, ich weiß, Gott hört Gebet,
ganz gewiss, Gott hört Gebet!
Ehre sei dem Herrn!”

Text: Dudley Kidd (1898)
Melodie: Harold Green (1895)

Gott hört Gebete! Und das unabhängig von der Länge des Gebets. Manchmal bleibt nur die Zeit zu einem Stoßgebet – aber auch das hört und erhört unser großer Gott!

Klaus Brinkmann

Freitag, 15. September 2017

Buße und Bekehrung – eine Begriffserklärung

Die beiden Begriffe stehen in einer so engen Verbindung miteinander, dass wir sie nicht trennen können (vgl. Apg 3,19; Mk 1,15)

Definitionen

Der Begriff Buße, der im Alten Testament zu finden ist und auch in der heutigen Zeit in dem Wort Bußgeld steckt, ist als Erstattung oder Strafe für begangenes Unrecht mit ,,Erziehungscharakter” zu sehen. Dieses Wort entspricht überhaupt nicht dem neutestamentlichen Sinn des Wortes, wo es um innere Dinge, um eine Sache des Herzens geht.

  • Definition Buße:
    • Änderung des Sinnes in Bezug auf das, was man zu tun vorhat oder getan hat
    • Revolution (=entschiedene Umkehr und Veränderung) der Denkungsart
    • Eine Änderung des Denkens in Bezug auf sich selbst wie in Bezug auf Gott
  • Definition Bekehrung:
    • Das entsprechende griechische Wort epistrophä bedeutet soviel wie „sich herumdrehen und in eine andere Richtung gehen“
    • Umkehr von einem falschen Weg
    • Der Mensch muss eine Kehrtwendung machen zu Gott. Bis dahin war, um im Bild zu sprechen, das Gesicht des Menschen Satan zugewandt, oder, wie es im 1. Thessalonicherbrief heißt, den Götzen

Wie kommt es zur Buße?

Durch das Eingreifen Gottes. Es geschieht durch Sein Wort – die Predigt – mit dem Wirken des Heiligen Geistes an der Seele; diese soll zur Einsicht und Umkehr kommen, zur Bekehrung (griech. epistrophe, als Verb epistrepho = umkehren, zurückkehren, (sich)umwenden) als einer auch sichtbaren Folge der eher innerlich erfolgten Buße. “Denn die Betrübnis Gott gemäß bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil” (2.Kor 7,10).

Was sind die Unterschiede zwischen Buße und Bekehrung?

Buße: eine Sinnesänderung und die innere Einsicht der Schuld und des Zustands als Sünder und die Reue über die begangenen Sünden.

Bekehrung: die zunächst innere Umkehr im Herzen (Hinwendung zu Gott statt von Gott weg) und die daraus resultierende Umkehr in Taten, die nach außen sichtbar wird.

–> Die Bekehrung kann nur das Ergebnis der Buße sein, denn der natürliche Mensch sucht Gott nicht (Röm 3,11).

Was ist der Inhalt von Buße und Bekehrung? Wie geschieht Buße und Bekehrung?

Buße und Bekehrung beinhalten mehrere Aspekte, die besonders in dem Gleichnis von dem verlorenen Sohn in Lukas 15 sichtbar werden:

  • die Erkenntnis, dass ich selbst auf falschem Weg bin, weil es ein Weg ohne Gott und von Gott weg ist,
  • die Reue über den Weg ohne Gott und damit in Sünde und Schuld, und es folgt
  • die Umkehr oder Bekehrung, und dies als eine bewusste Entscheidung des Herzens, nämlich
  • das Aussprechen vor Gott — das Bekennen, Anerkennen — im Gebet, dass dies so ist und dass ich ein Sünder bin und dass ich von meinem Weg umkehre zu Gott

Buße ist also ein Werk Gottes in der Seele des Menschen, der Mensch muß aber ganz bewusst wollen. Der Mensch ist verantwortlich, das Wirken des Geistes Gottes zur Buße anzunehmen. Wenn der Mensch nicht will, wird er erneut Gott gegenüber schuldig, denn Gott gebietet, Buße zu tun.

Wer muss Buße tun?

  • Zunächst galt die Aufforderung Gottes zur Umkehr zurück zu Ihm selbst immer wieder dem Volk Gottes des alten Bundes, Israel (2.8. Jes 30,15;_Jer 15,19; 31,19; Hes 14,6) — hier lesen wir auch von der Trauer des HERRN: „Dennoch seid ihr nicht bis zu mir umgekehrt” (Amos 4,6-10 und Mal 3,7).
  • Dann richtet Er sich unmittelbar vor dem Kommen des Herrn Jesus durch Johannes den Täufer noch einmal mit dem Aufruf zur Buße an Sein Volk.
  • Nachdem das Volk der Juden den „Herrn der Herrlichkeit”, den Herrn Jesus, verworfen und gekreuzigt hatte, lässt Gott in drei Predigten des Apostels Petrus (Apg 2,38; 3,19; 5,31) das Volk Israel erneut dazu auffordern, Buße zu tun und sich zu bekehren.
  • Als kurze Zeit später auch der römische Hauptmann Kornelius und die Seinen das Wort durch die Predigt des Petrus aufgenommen hatten und gläubig geworden waren, wird auch den Nationen „die Buße zu Gott” gepredigt (s. Apg 11,18; 17,30; 20,21, 26,20 u.a.).

Gott richtet sich also an alle Menschen, keiner ist ausgenommen. Er ruft nicht nur dazu auf, Buße zu tun, Er gebietet es!

„Er gebietet jetzt den Menschen, daß sie alle allenthalben Buße tun sollen, weil er einen Tag gesetzt hat, an welchem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn auferweckt hat aus den Toten” (Apg 17,30—31).

Bernhard Brockhaus

Samstag, 9. September 2017

Ist die Sünde nicht bitter, wird Christus nicht süß

Viele kennen diesen Titelsatz vielleicht. Wir können die Errettung in Christus nicht ausreichend würdigen, bevor wir nicht die volle Tragweite des Problems begreifen.

Die Sünde, die in meinem und deinem Herzen noch vorhanden ist, widersteht Gott und seiner Wahrheit. Sie verhindert unsere Freude und unsere Heiligkeit. Sie verfinstert Ehen, Familien und örtliche Versammlungen, die eigentlich blühen und Zeugnis ablegen sollten für Gottes Barmherzigkeit und Güte.

Wenn wir die Sünde wirklich als eine bittere, verachtenswerte Sache betrachten, ihre heimtückischen Absichten erkennen, dann wird etwas wunderbares geschehen: dann flüchten wir nämlich zu Christus, zur Botschaft des Kreuzes, zum Evangelium als unserem einzigen Gegenmittel!

Bernhard Brockhaus

Freitag, 1. September 2017

Mit Gott wandeln

 

“Es gibt nichts in dieser Welt, was der Würde eines Menschen gleich käme, der allezeit mit Gott wandelt”

“Pflege innere Vertrautheit mit Ihm; es hält das Gewissen wach und das Herz glücklich.”

“Sprich mit Ihm. Sei nicht eher zufrieden, bis du fähig bist, mit Christus zu wandeln und zu reden wie mit einem lieben Freund.”

John Nelson Darby

Henning Brockhaus